Judith Schalanskys preisgekrönten „Atlas der abgelegenen Inseln“ auf die Theaterbühne zu holen war sicherlich kein einfaches Unterfangen – denn welcher Ort kann schon den tausend Geschichten, Fantasien, Träumereien gerecht werden, die das Reisen mit dem Finger auf der Landkarte zu gebären vermag? Thom Luz entschied sich in seiner Inszenierung am Schauspiel Hannover für eine radikale Lösung – von Schalanskys „Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde“ bleiben von ferne erahnte Klänge in einem Treppenhaus.

Zur Vorbereitung der Aufführungen von „Atlas der abgelegenen Inseln“ im Rahmen des Theatertreffen 2015 durchstreift Luz in diesen Tagen unzählige Berliner Treppenhäuser – auf der Suche nach dem einen, von dem aus man sich fortträumen kann. Von dieser Scouting-Odyssee hat er uns drei Schnappschüsse geschickt.