Labofii

The Laboratory of Insurrectionary Imagination (Labofii), das sich zwischen Kunst und Aktivismus, Poesie und Politik bewegt, ist berüchtigt für Aktionen wie das Schüren von massenhaftem Widerstand auf Fahrrädern während des Klimagipfels in Kopenhagen, das Rekrutieren einer Armee von Clowns im Rahmen einer Tour durch Großbritannien und das Veranstalten von Kursen in postkapitalistischer Kultur – das Labofii ist dafür bekannt, sich in Utopien zu verlieben. Das Labofii ist keine Institution und keine Gruppe, weder ein Netzwerk noch eine NGO, sondern ein loser Zusammenschluss von Freunden, die die Schönheit des gemeinsamen, kreativen Widerstands erkennen. Sie behandeln die Revolte als Kunst, und Kunst wiederum gilt ihnen als Mittel, die kommende Revolte vorzubereiten. Die Kunstschöpfung und der Widerstand sind die ineinander verschlungenen DNA-Stränge ihrer Arbeit. Das Labofii betrachtet Kunst und Aktivismus als untrennbar vom Alltagsleben. Ihre Experimente zielen nicht darauf ab, Kunst zu erschaffen, sondern die Realität zu formen, nicht darauf, die Welt zu zeigen, wie sie ist, sondern sie gemeinsam zu verändern. Im Zentrum der Experimente des Labofii stehen neue Methoden, sich ineinander zu Beziehung zu setzen und sich zu organisieren: ohne Hierarchien zu arbeiten, unmittelbar Maßnahmen zu ergreifen, Selbstverwaltung auszuüben und ökologisch zu leben. Es geht um den Versuch, trotz des Kapitalismus zu leben, anstatt lediglich sein Ende abzuwarten.

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