Tabea Zimmermann gehört zu den renommiertesten Interpret*innen unserer Zeit. Sie gilt heute als weltweit führende Bratschistin, die solistisch und kammermusikalisch Werke aus den verschiedensten Epochen der Musikgeschichte aufführt.

Beim Musikfest Berlin wird Tabea Zimmermann als Solistin in Hector Berlioz’ literarisch angeregter Symphonie „Harold en Italie“ auftreten, die der Komponist für den Teufelsgeiger Niccolò Paganini geschrieben hatte. Sie ist hier mit dem 2003 von Dirigent François-Xavier Roth gegründeten Orchester Les Siècles (Die Jahrhunderte) zu erleben, das an diesem Abend drei Werke aus unterschiedlichen Epochen auf den Instrumenten der jeweiligen Zeit spielen wird: Neben „Harold en Italie“ werden die Orchestersuite aus Jean-Philippe Rameaus musikalisch-theatralischer Weltreise „Les Indes Galantes“ und Helmut Lachenmanns „Mouvement (– vor der Erstarrung)“ zu hören sein.

Wir trafen Tabea Zimmermann zum Interview bei sich zu Hause und sprachen mit ihr in ihrem Studio über das Orchester Les Siècles, über ihr Instrument Viola und die historische Aufführungspraxis sowie über das Werk „Harold en Italie“ von Hector Berlioz und die Besonderheit ihrer Rolle als Solistin darin.

 

Das Konzert von Les Siècles unter der Leitung von François-Xavier Roth, bei dem Tabea Zimmermann den Solopart in Hector Berlioz’ Symphonie mit Solobratsche „Harold en Italie“ interpretiert, findet am 15. September 2019 um 20:00 Uhr in der Berliner Philharmonie statt.