Für kaum eine zum diesjährigen Theatertreffen eingeladene Inszenierung spielt der richtige Raum so eine große Rolle wie für das „mehrstimmige Hörstück auf drei Stockwerken“, das der Schweizer Regisseur Thom Luz auf Basis von Judith Schalanskys „Atlas der abgelegenen Inseln“ komponiert hat. Was im Schauspiel Hannover im prachtvoll abgeblätterten Treppenhaus der Cumberlandschen Galerie des angrenzenden ehemaligen Provinzialmuseums Hannover stattfand, suchte für Berlin eine ähnlich starke Setzung. Eine Suche, die den Regisseur und das Team des Theatertreffens durch unzählige Treppenhäuser Berlins führte, durch Museen, Gerichte, Gefängnisse, Bürogebäude, Universitäten, ehemalige Kaufhäuser, Aussichtstürme und Schulen, vom gründerzeitlichen Prunk des 19. Jahrhunderts bis zu den klaren Formen der Nachkriegsmoderne.

In zwei Bildergalerien hatten wir im Berliner Festspiele Blog die aufwendige Suche nach dem perfekten Treppenhaus für die Berliner Aufführungen von „Atlas der abgelegenen Inseln“ bereits dokumentiert. Nun ist es soweit: die Spielstätte ist gefunden. Im Treppenhaus des Carl-von-Ossietzky-Gymnasiums in Pankow werden sich im Mai in sechs Vorstellungen vier Darsteller und vier Musiker gemeinsam mit den Zuschauerinnen und Zuschauern auf abgelegene Inseln träumen. Als kleinen Vorgeschmack gehen Sie in unserer dritten und abschließenden Fotogalerie erneut auf Locationsuche mit Thom Luz und dem Theatertreffen-Team – von der Hannoveraner bis zur frisch gekürten Berliner Spielstätte der Adaption von Judith Schalanskys preisgekröntem Buch.

Thom Luz’ Inszenierung „Atlas der abgelegenen Inseln“ nach dem Buch von Judith Schalansky ist zum 52. Theatertreffen eingeladen und wird in sechs Aufführungen vom 4. bis 7. Mai 2015 im Treppenhaus des Carl-von-Ossietzky-Gymnasiums in Pankow zu sehen sein.