Ein Tag mit … Tankred Dorst. Dokumentation © Greenpocket Bewegtbild / Berliner Festspiele

Er gehörte zu den meistgespielten deutschen Gegenwartsautoren und prägte die Theaterlandschaft als preisgekrönter Dramatiker, Regisseur und Festivalmacher. Am 1. Juni 2017 ist Tankred Dorst im Alter von 91 Jahren in Berlin gestorben.

Sein Werk umfasst allein um die 40 Theaterstücke und dennoch lässt sich Tankred Dorsts enorme künstlerische Schaffenskraft und Kreativität nicht auf diese eine Gattung begrenzen, wie sein Interesse und seine Leidenschaft für verschiedene Erzählformen – darunter Prosawerke, Drehbücher, Libretti, Hörspiele sowie Kinder- und Puppentheaterstücke – zum Ausdruck bringen. Dabei spielte seine Frau Ursula Ehler als wichtigste Gesprächspartnerin und Co-Autorin stets eine tragende Rolle, wie Dorst mit seiner Aussage „Unser Leben ist ein Gespräch“ auf den Punkt bringt.

Bei den Berliner Festspielen war Tankred Dorst erstmals 1969 beim Theatertreffen mit seinem Stück „Toller“ als Autor präsent, gefolgt von Einladungen mit „Korbes“ 1991 und „Herr Paul“ 1995. Anlässlich seines 90. Geburtstags im Dezember 2015 entstanden sowohl die Berliner-Festspiele-Edition 20 „Die Bilder an meiner Wand“ (Tankred Dorst in Zusammenarbeit mit Ursula Ehler) als auch die Jubiläums-Hommage „Ein Tag mit … Tankred Dorst“ mit Lesungen, Musik-Interventionen, Diskussionen, Schauspiel und Filmvorführungen und zahlreichen Würdigungen des großen Dramatikers. Die schönsten Eindrücke der Hommage finden sich hier im  Videomitschnitt.

Der „Immerwährenden Neugier“ des Schriftstellers widmete sich Yvonne Büdenhölzer in ihrer Rede zum 90. Geburtstag des Jubilars. Einen tieferen Einblick in die prägende Vergangenheit Tankred Dorsts gibt Thomas Oberender in seinem Artikel „Die Oberlinder Luft“.